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Dem Rhythmus des Herzens auf der Spur: Neue Überblicksarbeit zur Herzratenvariabilität (HRV) mit einem internationalen Autorenteam

Montag, 11.11.2019

Oszillationen der Herzrate (Herzratenvariabilität; HRV) spiegeln die Einflüsse des autonomen Nervensystems auf den Herzmuskel wider und werden mit Gesundheit und Wohlbefinden in Verbindung gebracht. Aufgrund enger Verschaltung mit zentralnervösen Strukturen, unterliegt die HRV aber auch einer Vielzahl an kognitiven und emotionalen Prozessen und kann somit Auskunft geben über die Kommunikation zwischen Hrerz und Gehirn. Univ.-Prof. Dr. Andreas Schwerdtfeger (Gesundheitspsychologie, Uni Graz) hat nun zusammen mit Kollegen aus Graz (Univ.-Prof. i.R. Dr. Gerhard Schwarz, Priv.-Doz. Dr. Klaus Pfurtscheller, beide MedUni Graz sowie Univ.-Prof. i.R. Dr. Gert Pfurtscheller, TU Graz), Deutschland (Dr. Marc Jarczok, Universität Ulm) und den USA (Prof. Dr. Julian Thayer, University of California, Irvine) eine Überblicksarbeit zur HRV verfasst, die in der Zeitschrift Clinical Neurophysiology als Invited Review erscheinen wird. Die Arbeit fasst wesentliche klinische Befunde zur HRV zusammen (u.a. zu Hirntod, Frühgeburt, künstlicher Beatmung, Herztransplantation und Immunsystem) und veranschaulicht auf diese Weise die enge Kopplung zwischen Herzrhythmus und Gehirn. Dementsprechend werden auch psychologische Befunde und Theorien der HRV erläutert und deren Anwendungsperspektiven (z.B. mittels Atmungstraining) herausgestellt. Schließlich werden aktuelle bildgebende Befunde (fMRI) zur Herz-Hirn-Interaktion und zur Idenzifizierung zentralnervöser Schrittmacher kardialer Oszillationen besprochen sowie neue Vorschläge zur Unterteilung langsamer Frequenzen in der HRV in vorwiegend neuronale und vaskuläre Anteile unterbreitet.

Schwerdtfeger, A. R., Schwarz, G., Pfurtscheller, K., Thayer, J. F., Jarczok, M. N., & Pfurtscheller, G. (2019). Invited review: Heart rate variability (HRV): From brain death to resonance breathing at 6 breaths/minute. Clinical Neurophysiology (in press).

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