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Augenparameter als Indikatoren internaler Aufmerksamkeit

Mittwoch, 09.11.2016

Start des FWF-Projekts von PD Dr. Benedek am 1.11.2016

 

Projektleitung:  PD Dr. Benedek

Hauptmitarbeitern und Doktorandin im Projekt: Frau Sonja Walcher MSc

Laufzeit: 3 Jahre

Obwohl unsere Augen im Wachzustand zumeist offen sind, richtet sich unsere Aufmerksamkeit doch häufig auf internale Prozesse und ignoriert dabei den visuellen Input von außen. Das trifft insbesondere bei kognitiven Aufgaben zu welche unabhängig von Außenreizen sind, so wie wenn wir uns etwas vorstellen oder planen. In vielen Bereichen der Kognitionswissenschaften und Neurowissenschaften ist es wichtig den aktuellen Fokus der Aufmerksamkeit bestimmen zu können. Mit Hilfe von Eye-Tracking kann der visuelle Fokus in der Außenwelt bereits gut gemessen werden. Bisher fehlt allerdings eine Methode um zu festzustellen, ob der Aufmerksamkeitsfokus überhaupt nach außen oder nach innen gerichtet ist. Verschiedene Befunde deuten darauf hin, dass internale Kognitionen (IK) mit einem Zustand von visueller Entkopplung einhergehen, welcher durch ein spezifisches Augenverhaltens charakterisiert werden kann. Ein zentrales Ziel dieses Projekts ist es daher die Validität von Augenparametern als objektive und kontinuierliche Indikatoren eines internalen versus externalen Aufmerksamkeitsfokus zu überprüfen. Hierbei werden sowohl etablierte Augenparameter berücksichtigt als auch die Vergenz, ein neues, vielversprechendes Maß welches die (Dis-)Akkommodation widerspiegelt und somit bei der visuellen Entkopplung involviert ist. Als ein weiteres Ziel des Projekts, werden interindividuelle Unterschiede untersucht in der Fähigkeit visuelle Entkopplung umzusetzen und aufrecht zu halten, und ob diese Unterschiede Leistungen in internalen Aufgaben vorhersagen und mit anderen Personenmerkmalen wie kognitiver Kontrolle und Kreativität assoziiert sind. Schließlich eröffnet die Verfügbarkeit eines kontinuierlichen Indikators internaler (versus externaler) Aufmerksamkeit auch neue Möglichkeiten die neuronalen Grundlagen internaler Kognitionen mittels EEG und fMRT zu untersuchen. Das Projekt wird somit die Erforschung internaler Kognitionen vorantreiben und soll wichtige Erkenntnisse zum Verständnis von Aufmerksamkeit, Kreativität und deren neuronaler Grundlagen beitragen.

 

 

Oculometric investigation of internally directed cognition

 

Even though our eyes are open for the most of the time when awake, our attention is often directed to internal processes, thus disregarding visual stimulation from the environment. This is particularly true for cognitive tasks that are independent of external information such as creative imagination, or thinking about the future. Monitoring the focus of attention is crucial in many fields of cognitive (neuroscience) research. In the past, eye tracking has been successfully used to assess the focus of attention within the external world. So far, however, there is no objective measure of whether attention is directed to external or internal events. Different lines of research suggest that internally directed cognition (IDC) implies a state of visual disengagement and thus can be characterized by a specific oculometric response. As a first central aim, this project will hence examine the validity of oculometric parameters (OPs; i.e., eye parameters) as objective, continuous indicators of an internal vs. external focus of attention. Here we will consider well-established oculometric parameters, as well as eye vergence as a novel, straightforward measure that reflects dis-accommodation and hence is involved in visual disengagement. As another goal of the project, we will investigate interindividual differences in the capacity to enter and maintain visual disengagement, and whether these differences predict task performance in IDC tasks and are related to traits associated with cognitive control and creativity. Finally, the availability of a continuous indicator of internally directed (vs. externally directed) attention also provides new ways to study the neural correlates of IDC. This project hence is expected to represent a major advancement in research on IDC by providing insights directly relevant to our understanding of the cognitive and neural basis of attention, vision, and creativity.

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