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Essstörungen

Essstörungen gehören zur Gruppe der psychosomatischen Erkrankungen mit Suchtcharakter. Das Spektrum der Essstörungen reicht von der Magersucht (Anorexia nervosa), der Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) bis zur Esssucht ohne Erbrechen (Binge-Eating-Disorder).

Der Übergang von einem gestörten Essverhalten zu einer krankhaften Essstörung verläuft oft über Monate oder Jahre. Die Betroffenen versuchen meist, ihr Verhalten zu verbergen oder zu verharmlosen. So ist die Bulimie charakterisiert durch unkontrollierte Aufnahme großer Mengen an kalorienreicher Nahrung (Essanfälle) und dem anschließenden Versuch, diese durch selbst herbeigeführtes Erbrechen oder andere Kompensationsmaßnahmen ungeschehen zu machen (zum Beispiel strenges Diäthalten oder Fasten, Missbrauch von Abführ-, Entwässerungsmitteln und/oder übermäßige körperliche Bewegung).

Menschen, die an einer Binge-Eating-Disorder (BED) leiden, essen oft riesige Mengen Nahrungsmittel und können diese Essanfälle nicht kontrollieren. Im Gegensatz zur Bulimie werden bei der BED keine Gegenmaßnahmen (zum Beispiel Erbrechen, Abführmittel, oder ähnliches) ergriffen. Dies führt dazu, dass an BED erkrankte Menschen meist übergewichtig sind (bis zur Adipositas). Im Gegensatz zu anderen Essstörungen (z.B. Bulimia nervosa) beträgt der Anteil der Männer bei BED etwa ein Drittel. In Folge der Essstörung kommt es zu Schamgefühlen und Rückzugsverhalten.

Screeningfragen

  • Kennen Sie wiederholte Episoden von „Fressattacken“?
  • Greifen Sie regelmäßig zu unangemessenen Verhaltensweisen, wie selbst hervorgerufenes Erbrechen, strenges Diäthalten oder Fasten, Missbrauch von Abführ-, Entwässerungsmitteln/Einläufen und/oder übermäßige körperliche Bewegung, um einer Gewichtszunahme entgegenzuwirken?
  • Essen Sie in einem abgrenzbaren Zeitraum (zum Beispiel innerhalb von zwei Stunden) eine Nahrungsmenge, die deutlich größer ist als die Menge, die die meisten Menschen in einem ähnlichen Zeitraum und unter ähnlichen Umständen essen würden?
  • Haben Sie das Gefühl, während der Episode die Kontrolle über das Essverhalten zu verlieren, zum Beispiel das Gefühl, weder mit dem Essen aufhören zu können, noch Kontrolle über Art und Menge der Nahrung zu haben?
  • Essen Sie alleine, aus Verlegenheit über die Menge, die Sie zu sich nehmen?

Kontakt

Univ.-Prof. Dr.rer.nat.

Anne Schienle

Telefon:+43 316 380 - 5086

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