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R-Age-II

Recovery, Age and Performance II

Untersuchung zur biografiegerechten Arbeitsgestaltung

 Die gegenwärtige Bevölkerungsentwicklung und der demografische Wandel in den westlichen Industrienationen stellen die Arbeitswelt vor vielfältige Herausforderungen, auf welche vor allem in Hinblick auf eine zu erwartende Überalterung der erwerbsfähigen Bevölkerung durch entsprechende strukturelle Änderungen und präventive Maßnahmen reagiert werden muss, um die Gesundheit, die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit älterer ArbeitnehmerInnen aufrecht zu erhalten beziehungsweise zu unterstützen.

Im Rahmen von fünf Studien wurde versucht altersspezifische Reaktionen auf neue Herausforderungen der Arbeitswelt zu untersuchen und durch die Erprobung von Maßnahmen zur gezielten Unterstützung älterer ArbeitnehmerInnen im Erholungsprozess einen Beitrag zur biografiegerechten Arbeitsgestaltung zu leisten. Pausen stellen im Rahmen der Arbeitsgestaltung nach wie vor einen sensiblen Bereich dar. Dies betrifft auch die individuellen Maßnahmen während der Pausen, die besonders bei älteren ArbeitnehmerInnen das Risiko bergen „aus dem Tritt zu kommen“.

Die untersuchten Fragestellungen beziehen sich auf zwei Themenbereiche: „Post-Break Dip und Pausencoaching“ und „Long Working Hours“. Der Begriff „Post-Break Dip“ steht für eine verminderte Leistungsfähigkeit direkt im Anschluss an eine Pause. Aufbauend auf die Ergebnisse der Vorgängeruntersuchung stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten bestehen um dem „Post-Break Dip“ entgegenzuwirken und welche Optionen dabei ältere ArbeitnehmerInnen besonders unterstützen. Dazu wurden im Rahmen des Projektes
R-Age-II: Recovery, Age and Performance verschiedene Methoden im Labor und im Feld ausprobiert und ihre Wirkung untersucht. Um Pauseninterventionen ableiten zu können wurden im nächsten Schritt Interviews im Feld zur Effizienz von Pausen geführt. Aufbauend auf die Ergebnisse der Interviews und unter Einbeziehung des Schleusenmodells nach Eberspächer, Hermann & Kallus (1993) wurden Pauseninterventionen bzw. sogenannte Pausencoachings entwickelt und im Feld erprobt. Zusätzlich zu dieser „Standardintervention“ wurden weitere Inhalte in die Pausencoachings integriert und ihre Wirkung mithilfe der Feldstudie untersucht. Diese zusätzlichen Inhalte beziehen sich auf den Umgang mit Störungen in Pausen, chronobiologische Aspekte sowie dem Aufbau von Pausengewohnheiten (Langzeitwirkung). Außerdem wurden der Einsatz eines Computerprogramms (Möglichkeit der technischen Unterstützung) und dessen Einfluss auf das Pausenverhalten bei freier Pausenwahl in einer Laborstudie untersucht.

In der heutigen Zeit zeigt sich eine Trendumkehr dahingehend, dass mehr Überstunden von älteren ArbeitnehmerInnen gemacht werden. Um diese Anforderungen für ältere ArbeitnehmerInnen bewältigbar zu gestalten, stellt sich die Frage, wie eine effektive Regeneration unter diesen Bedingungen möglich ist und wie dabei mit Pausen umgegangen werden soll bzw. wie diese gestaltet sein sollten um möglichst effizient zu sein. Diese wurde mittels Überstundenparadigma im Labor untersucht.

Die Ergebnisse zu Kurzpausen zeigen, dass immer wieder ungünstige Zustände nach der Pause auftreten können. So führt die gesundheitsförderliche Entspannung zum Beispiel zu verlängerten Reaktionszeiten, es zeigten sich negative Effekte auf die Interferenzneigung etc. Der Versuch „Post-Break Dips“ durch Reorientierungsinstruktionen (wie im Leistungssport) zu unterbinden war nur selektiv erfolgreich, weil positive Aktivierung durch aktive Pausen hierdurch wieder reduziert wird. Daher muss die Pausengestaltung auf das Pausenziel, die nach der Pause anstehenden Aufgaben und die vor der Pause beanspruchten Ressourcen künftig Rücksicht nehmen. Eine Reihe von Beispielen (Pausenstrukturierung, Umgang mit Störungen, Betonung von Gewohnheiten, Rückmeldung über das Pausenbudget) konnten als erfolgsversprechende Ansätze implementiert werden.

Probleme in längeren Pausen die in den Interviews deutlich wurden und mit ineffizienten Pausenaktivitäten assoziiert zu sein scheinen (Achtung geschlechtsspezifisch) müssen aufgrund der hohen Bedeutung des Themas und der Komplexität des Pausengeschehens (siehe oben) detailliert weiter untersucht werden, da unser Wissen zur effizienten Regeneration von Ressourcen hier noch nicht ausreicht. Dies betrifft auch die Regeneration zwischen zwei Arbeitstagen und/oder zwei Arbeitswochen, wie die Ergebnisse der experimentellen Variation der Arbeitsstunden in der Laborstudie gezeigt haben. Bereits zwei Stunden experimentell induzierte Mehrarbeit führen insbesondere bei Älteren zu einem stärkeren Ansprechen des Stresssystems am folgenden Arbeitstag mit Mehrarbeit.

Sekretariat

Mag. Dipl.-Ing.

Dagmar Schmelzer

Institut für Psychologie
Telefon:+43 316 380 - 8549

Sozialpsychologie & AO: Mo,Mi,Do: 10:00-12:00, Di 14:00-16:00

Sprechstundenzeiten

Univ.-Prof. MMag. Dr. Bettina Kubicek

Montag 13:30 - 15:00

Anmeldung erforderlich bei Frau Mag. Schmelzer

Aufgrund der derzeitigen Situation können auch Termine zu den Sprechstundenzeiten via Skype mit dem Sekretariat vereinbart werden.

 

Ao.Univ.-Prof. Dr. Paul Jiménez

Dienstag 11:00 - 12:30 Uhr

Zusatzinfo

 

Univ.-Prof. i.R. DDr. K. Wolfgang Kallus

Sprechstunden auf Anfrage

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