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Publikation zum Zeitverlauf der neuronalen Aktivität während des kreativen Denkens

Montag, 11.02.2019

Nicht immer stehen spontane Prozesse im Zentrum kreativen Denkens

Sie hatten bestimmt schon einmal einen kreativen Einfall! Oft hat man den Eindruck, dass die kreativen Ideen spontan und unerwartet auftreten. Dass aber spontane Prozesse nicht immer im Zentrum des kreativen Denkens stehen, konnte eine aktuelle Studie, die in der Zeitschrift „Cognitive Affective and Behavioral Neuroscience“ zur Publikation angenommen wurde, zeigen. Die neuronale Aktivität während des kreativen Nachdenkens wies nämlich einen u-förmigen Zeitverlauf auf. Personen, die in der Lage waren, originellere Lösungen in einer Kreativitätsaufgabe zu generieren, hatten zu Beginn und am Ende der Nachdenkphase eine höhere Alpha-Power. Dieser u-förmige Zeitverlauf der Alpha-Aktivität war begleitet von einem schnelleren Anwachsen der Kommunikation zwischen frontalen und parietal-okzipitalen Arealen. Dieses Ergebnis spricht dafür, dass Personen, die höhere Originalität zeigen, in einer ersten Phase assoziative und gedächtnisbezogene Prozesse nutzen und am Ende der Nachdenkphase die gewonnen Ideen evaluieren und elaborieren. Auch wenn es viele Hinweise aus der eigenen Erfahrungswelt gibt, die für die Spontanität im kreativen Denken sprechen, so ist auch ein zeitlicher Verlauf von abgrenzbaren Gedächtnis- und Kontrollprozessen bestimmbar, der zur Originalität von kreativen Lösungen beiträgt.

doi:10.3758/s13415-019-00699-y

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