Michael Bruneforth ist Bildungsforscher mit langjähriger Erfahrung im Bereich Bildungsmonitoring und Large-Scale Assessments. Nach Tätigkeiten bei der IEA, der OECD und der UNESCO arbeitet er am IQS. Dort war er maßgeblich an der Entwicklung der nationalen Kompetenzmessung iKMPLUS sowie an der Erstellung des Nationalen Bildungsberichts Österreich beteiligt. Michael Bruneforth verfügt über einen Master in Evaluation and Assessment der University of Melbourne.
Abstract: Die Erhebung von qualitativ hochwertigen Daten zu Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler und entsprechender Kontexte an den Schulen in Österreich und weltweit sind nicht nur mit Kosten für die Steuerzahler verbunden, sondern auch mit Belastungen für die Schulen. Daher sollten die entsprechenden Daten einem maximalen Nutzen zugeführt werden. In der Regel bleiben jedoch die Potentiale der Daten unausgeschöpft, da den erhebenden Institutionen Ressourcen und häufig auch Expertise in den entsprechenden Detailfelder der Bildungsforschung, Psychologie oder Soziologie fehlen, um über den ursprünglichen Erhebungszweck hinausgehende Forschungsfragen zu adressieren. Sekundärdatennutzung bietet daher eine Chance, den wissenschaftlichen Ertrag deutlich zu erhöhen und Forschende von der Erhebungsarbeit zu entlasten. Der Vortrag möchte anhand
ausgewählter aktueller Ergebnisse aus (inter-)nationalen Large-Scale-Assessments das Potential von Studien wie PISA und PIRLS für die Forschung aufzeigen und führt weiters in die Angebote zur Sekundärdatennutzung mit den Studien des IQS ein, um zur Nachnutzung von Daten, auch im Bereich der Qualifizierungsarbeiten, anzuregen.